OMODA X: 1.800 kg Anhängelast, Wärmebildkamera und eine Idee fürs Wochenende
22.10.2026

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Kraftstoff-Tagebuch starten →Der OMODA X verbindet futuristisches Design mit einem ausgesprochen praktischen Anspruch: Ausrüstung transportieren, einen Anhänger ziehen und auch abseits befestigter Straßen unterwegs sein. Für Motorradfahrer sind dabei nicht Karaoke und digitale Spielereien entscheidend, sondern die Daten, die ein aktives Wochenende tatsächlich erleichtern könnten.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Die wichtigsten Punkte
- 2. OMODA X – was wurde eigentlich gezeigt?
- 3. Mecha-Design: breit, geometrisch und alles andere als unauffällig
- 4. OMODA X in Zahlen: Werte, die auf Tour zählen
- 5. Innenraum: zwei Displays, doch die Tasten bleiben
- 6. SIAS, X-MODE und Wärmebildkamera: Was soll die Technik leisten?
- 7. Co-Creation: unterschiedliche Ideen für ein Fahrzeug
- 8. Deutschland: Marktstart und Preis noch offen
Die wichtigsten Punkte
- Der OMODA X ist ein Crossover-Konzept, das am 20. Oktober 2026 beim Chery International User Summit in China vorgestellt wurde. Es kombiniert sportliche Gestaltung mit SUV-Funktionalität.
- Der Hersteller nennt 200 mm Bodenfreiheit, mehr als 700 mm Wattiefe und bis zu 1.800 kg Anhängelast.
- Zur praktischen Seite des Konzepts gehören außerdem eine Dachlast von 75 kg, 39 Ablagen und physische Tasten für die wichtigsten Funktionen.
- An Bord sind der Assistent SIAS, ein personalisierbarer X-MODE und eine Wärmebildkamera vorgesehen, die potenzielle Gefahren aus bis zu 90 m Entfernung erkennen soll.
OMODA X – was wurde eigentlich gezeigt?
Wer unter der Woche ein Auto für den Alltag braucht und am Wochenende Sportausrüstung einpacken und weiter hinausfahren möchte, versteht die Idee dieses Projekts schnell. Der OMODA X soll verschiedene Einsatzzwecke verbinden, ohne sich in eine einzelne Kategorie pressen zu lassen. Er ist ein Konzeptfahrzeug: eine Vorschau auf die Design- und Funktionsrichtung, in die die Marke ihre Crossover entwickeln will.
Die Weltpremiere fand am 20. Oktober 2026 in Wuhu statt. Der Chery International User Summit wird seit 2023 jährlich veranstaltet und verbindet Fahrzeugpremieren, Technologievorstellungen und Treffen mit Nutzerinnen und Nutzern. 2025 nahmen rund 1.200 Gäste aus mehr als 100 Ländern teil. Der diesjährige Auftritt passt damit in ein größeres Konzept: Neue Lösungen werden dort gezeigt, wo sich Reaktionen von Kundinnen und Kunden direkt aufnehmen lassen.
OMODA beschreibt den X mit den drei Begriffen MECHA, CROSS und SMART. Praktisch bedeutet das: eine markante Optik, Vielseitigkeit und Technik, die sich an den Menschen hinter dem Lenkrad anpassen soll. Wichtiger als diese Schlagworte ist allerdings, ob sie das Packen, Reisen und Bedienen erleichtern – statt einfache Abläufe unnötig kompliziert zu machen.
Mecha-Design: breit, geometrisch und alles andere als unauffällig

Der OMODA X will nicht im Einheitsgrau eines Parkplatzes verschwinden. Er trägt eine breite Karosserie, deutlich ausgeformte Radläufe, scharfe Sicken und eine sportlich gezeichnete Silhouette. Die futuristische Mecha-Ästhetik zeigt sich in geometrischen Flächen sowie Details mit Anleihen aus der Luftfahrt. Am Heck setzen Leuchten mit Blitzmotiv einen auffälligen Akzent.
Damit steht das Konzept nicht isoliert in der Modellfamilie. Es entwickelt die Cyber-Mecha-Sprache des OMODA 4 weiter; Lichtsignaturen verbinden es zugleich mit dem OMODA 7. Bei der Präsentation erschien das Konzept in Silber und Grün, jeweils mit kontrastierendem schwarzem Dach. Wer Autos mit klarer Haltung mag, findet hier deutlich mehr Reize als bei einem zurückhaltend gezeichneten SUV.
OMODA X in Zahlen: Werte, die auf Tour zählen
Der interessanteste Teil der Premiere beginnt dort, wo die Designbeschreibung endet. Nachfolgend stehen die für das OMODA-X-Konzept genannten Werte. Sie zeigen, welche Einsätze der Hersteller für dieses Fahrzeug im Blick hat.
Merkmal | Angegebener Wert |
|---|---|
Bodenfreiheit | 200 mm |
Wattiefe | Mehr als 700 mm |
Maximale Anhängelast | 1.800 kg |
Dachlast | 75 kg |
Ablagen und Staumöglichkeiten | 39 |
Digitales Kombiinstrument | 10,25 Zoll |
Zentraldisplay | 13,2 Zoll |
Erkennungsreichweite der Wärmebildkamera | Bis zu 90 m |

Motorrad auf dem Anhänger statt Verzicht auf die Tour
Aus Sicht der Moto-Trips-Leser ist vor allem die genannte Anhängelast von bis zu 1.800 kg interessant. Sie eröffnet das Szenario, Motorrad und Ausrüstung bis in die Zielregion zu bringen – und das eigentliche Abenteuer erst vor Ort beginnen zu lassen. Das kann ein Familienurlaub mit Fahrprogramm sein oder ein Wochenende, an dem die gesamte Anreise nicht auf zwei Rädern stattfinden soll. Es handelt sich um eine mögliche Nutzung, die sich aus der angegebenen Anhängelast ableitet, nicht um eine Zusage für jede beliebige Anhängerkombination.
Bei einer solchen Kaufentscheidung sollte deshalb zuerst das eigene Szenario stehen: Welches Motorrad wird transportiert, wie viel Ausrüstung kommt mit und mit wie vielen Personen reist du? Erst danach lohnt sich die Bewertung des Autos. In unserer Prioritätenliste stünden die Transportmöglichkeiten klar vor umfangreichen Entertainment-Funktionen.
„Bei einem solchen Auto schaue ich zuerst darauf, was sich an Ausrüstung und Anhänger mitnehmen lässt – und erst danach auf den Bildschirm. Der OMODA X verfolgt hier einen interessanten Ansatz: Er könnte Menschen ansprechen, die eine Familienreise mit ihrer Motorradleidenschaft verbinden wollen. Karaoke wäre für mich ein Extra. Physische Tasten und durchdachte Ablagen sind im Alltag deutlich wichtiger.“Przemek Gąsiorowski, Chefredakteur von Moto Trips
Bodenfreiheit und Wattiefe – Zahlen statt Offroad-Kostüm
200 mm Bodenfreiheit und eine ausgelegte Wattiefe von über 700 mm zeigen, dass der Hersteller mehr anstrebt als bloße Abenteuer-Optik. Wer abgelegene Unterkünfte ansteuert oder aktiv unterwegs ist, sollte genau diesen Teil des Konzepts im Blick behalten. Die Angabe zur Wattiefe ist allerdings keine Einladung, unbekannte Gewässer zu durchqueren. Für ein Wochenendauto ist nach unserer Einschätzung die Nutzbarkeit auf der Route wichtiger als ein möglichst spektakuläres Hindernis.

Innenraum: zwei Displays, doch die Tasten bleiben
Im Innenraum setzt sich das geometrische Thema der Karosserie fort. Zu einem zweiflügelig gestalteten Armaturenbrett kommt eine schwebend wirkende Mittelkonsole in X-Form. Vor dem Fahrer sitzt ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument, der zentrale Bildschirm misst 13,2 Zoll. Aus Nutzersicht am wichtigsten ist jedoch: Für unter anderem Klimatisierung und Fahrmodi bleiben physische Tasten erhalten.
Das bewerten wir positiv. Wer nach einem langen aktiven Tag ins Auto steigt, möchte wahrscheinlich die Temperatur einstellen, die Route wählen und losfahren – statt sich durch mehrere Menüebenen zu arbeiten. Ein futuristisches Cockpit muss nicht den Verzicht auf einfache, direkte Lösungen bedeuten.
Der Hersteller kündigt außerdem 39 Ablagen und Staufächer an. Bei der Fahrzeugbesichtigung sollte diese Zahl Anlass sein, die Organisation des Innenraums genau zu prüfen: Wo liegen Smartphone, Dokumente, Kabel und die Kleinigkeiten der Mitreisenden? Nach unserer Einschätzung entscheiden solche unspektakulären Details oft schneller über Sympathie als das Design der Konsole.
SIAS, X-MODE und Wärmebildkamera: Was soll die Technik leisten?

Natürliche Sprache und persönliche Einstellungen
SIAS, ausgeschrieben Super Intelligent AI Space, soll eine natürlichere Kommunikation mit dem Fahrzeug ermöglichen, ohne dass komplizierte Befehle auswendig gelernt werden müssen. X-MODE dient dagegen dazu, Einstellungen und Reaktionen des Fahrzeugs an die Vorlieben des Fahrers anzupassen. Beide Systeme zielen also auf unterschiedliche Bedürfnisse: Das eine soll die Bedienung vereinfachen, das andere den Charakter des Autos individualisieren.
Sicht bei Dunkelheit und Unterhaltung für Mitreisende
Das Nachtsichtsystem arbeitet mit einer Infrarot-Wärmebildkamera. Nach Herstellerangabe kann es potenzielle Gefahren aus bis zu 90 m Entfernung erkennen. Wer nach Touren häufig bei Dunkelheit zurückfährt, sollte diese Funktion bei einer späteren Fahrzeugpräsentation weit oben auf die Prüfliste setzen.
Am unterhaltsameren Ende der Ausstattungsliste stehen Open Mic und NFC MECHA Pets. Das erste System nutzt vier unabhängige Tonerfassungszonen für Karaoke im Auto. Das zweite setzt auf Personalisierung und Interaktion mit magnetischen NFC-Figuren. Man kann das als sympathisches Extra sehen oder für vollständig verzichtbar halten – die grundlegende Funktionalität des Autos sollte dadurch jedenfalls nicht in den Hintergrund geraten.
Co-Creation: unterschiedliche Ideen für ein Fahrzeug

Zum OMODA X Co-Creation Project gehörten individuelle Interpretationen des Fahrzeugs durch Nutzerinnen und Nutzer aus verschiedenen Ländern. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Entwurf als die grundsätzliche Richtung: Ein Auto kann unterschiedlichen Geschmäckern entsprechen, und ein Outdoor-Auftritt muss nicht für alle mit demselben Paket an optischen Extras verbunden sein.
Deutschland: Marktstart und Preis noch offen
Wer den OMODA X bereits als möglichen Kauf betrachtet, muss sich in Deutschland noch gedulden. Für Europa hat OMODA & JAECOO bislang weder einen Marktstart noch Verfügbarkeit oder Preise bekannt gegeben. Das gilt auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Eine Preisangabe für das Konzept wäre daher reine Spekulation.
Der Hersteller nennt für den OMODA X Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektroantriebe; für Plug-in-Hybrid und Elektroversionen sind sowohl Zwei- als auch Allradantrieb vorgesehen. Entscheidend bleibt aber: Das Fahrzeug ist noch nicht homologiert und wird derzeit nicht verkauft. Für Motorradfahrer ist der OMODA X vor allem als Entwurf eines aktiven Alltagsautos interessant – mit Stauraum, Transportmöglichkeiten und einer Bedienung, die nicht jede Taste über Bord wirft. Denn ein gelungenes Wochenende beginnt damit, dass alles mitkommt, was wirklich gebraucht wird.
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Häufig gestellte Fragen
- Was ist der OMODA X und wann wurde er vorgestellt?
- Der OMODA X ist ein Crossover-Konzept, das SUV-Eigenschaften, sportliches Design und Lösungen für einen aktiven Alltag verbinden soll. Seine Weltpremiere fand am 20. Oktober 2026 beim Chery International User Summit in Wuhu, China, statt.
- Wie viel darf der OMODA X ziehen?
- Der Hersteller nennt für den OMODA X eine maximale Anhängelast von bis zu 1.800 kg. Das ist vor allem für Reisende interessant, die beispielsweise ein Motorrad auf einem Anhänger transportieren möchten.
- Welche Bodenfreiheit und Wattiefe hat der OMODA X?
- Für das Konzept werden 200 mm Bodenfreiheit und eine ausgelegte Wattiefe von mehr als 700 mm angegeben. Beide Werte beziehen sich auf das präsentierte Konzeptfahrzeug.
- Hat der OMODA X noch physische Tasten?
- Ja. Im Konzept bleiben physische Bedienelemente für wichtige Funktionen erhalten, darunter Klimatisierung und Fahrmodi. Ergänzt werden sie durch ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein 13,2-Zoll-Zentraldisplay.
- Was kostet der OMODA X in Deutschland?
- Für Deutschland wurde bislang kein Preis genannt. OMODA & JAECOO haben auch Marktstart und Verfügbarkeit in Europa noch nicht bekannt gegeben; das Fahrzeug ist derzeit nicht homologiert und wird noch nicht verkauft.
- Wie funktioniert die Nachtsicht im OMODA X?
- Das System arbeitet mit einer Infrarot-Wärmebildkamera. Laut Hersteller kann es potenzielle Gefahren aus einer Entfernung von bis zu 90 m erkennen und soll damit die Beobachtung der Umgebung bei Dunkelheit unterstützen.
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